Alles was Du kannst, kann ich noch viel besser! …

… mag sich unsere BabyBelle wohl gedacht haben, als Sie Fee mit ihrem Fohlen sah. Ebenfalls an Tag 317, kurz vor Mitternacht schenkte Sie ihrem kleinen Sohn Bel Avion das Leben. Eine Bilderbuchgeburt von einer Bilderbuch-Mama, die ihr zweites Fohlen ganz souverän mit Liebe und Konsequenz zur Milchbar dirigierte.

Bel_Avion-2599Hoffen wir, dass der Name Bel Avion in einigen Jahren zur Bestimmung wird und unsere „Schönes Flugzeug“ dann durchstartet. Bilder des ersten Ausfluges folgen…..

SF Belle Francaise feiert ihre ersten Erfolge!!

Franzi_Sb-2592Sonntag, den 29.05. ging es in aller Frühe los Richtung Alsfeld. Zentrale Stuteneintragung des Trakehner Verbandes. Knapp 200 km waren zu absolvieren und Franzi kam gut an. Nicht geschwitzt oder zittrig, ganz im Gegenteil, Heu und Frühstück waren genüsslich wahrend der Fahrt aufgegessen worden.

09:30 Messen: Die genomische Selektion verlangt ja Haarproben. Der Messbeauftragte marschierte also Richtung schweif und zack! wurden mit der Zange ein paar Haare ausgerissen. Als der dann mit dem Stockmaß kam, war er schon nicht mehr Franzis Freund! …. Aber mit Auge zuhalten ging es doch-

168 cm Stockmaß / 19,5 cm Röhre

Und man merke erstmalig: Die Dame ist in der Fremde schon mit einem gewissen Dampf versehen…..

10:00 Uhr Freispringen und Freilaufen mit anschließendem Schrittring. Als sie dran war, war dann der Trab i.O. und im Galopp blieb sie leider etwas unter ihren Möglichkeiten, denn das „Wutschen und Wedeln“ der reichlich vorhandenen Peitschenführern überforderte sie etwas :-) Schlussendlich gab es für den Trab eine 7 und den Galopp eine 7,5. Der Schritt war sehr ordentlich am ganzen Tag, mit der 7,5 wir waren zufrieden, denn wenn Sie das Modell „hektisches Äffchen“ gegeben hätte, dann hätte das auch durchaus in einer 6,x enden können…..

Dreieck mit ’nem fremden Läufer war nicht so ihrs. Aber sie ließ sich ordentlich einmustern! Eine 8,5 gab es für den Typ, eine 8 für den Körper und eine 7,0 für das Fundament, das einfach abstammungsbedingt bei aller Korrektheit etwas leichter ist.

Im Gesamteindruck gab es die 8,0 – nicht zuletzt wegen des sehr guten Freispringens, dass in der Manier (9,0) als bislang bestes der Eintragungsreise hervorgehoben wurde.

Wir waren in jedem Falle sehr zufrieden mit Gesamt 53,5 Punkten!!

Große Freude!! Das dritte Jahr in Folge Prämie!! Zudem gewann unsere Franzi den Sonderehrenpreis der besten Halbblutstute und den Sonderehrenpreis der besten Springstute. Ein bombastischer Erfolg!!!!!

Hier ein Video der Kommentierung / Ring 3 Jährige:

Und hier ein paar Impressionen:

Team_Franzi1 Team_FranziFranzi_Sprung Franzi_SeitenbildFranzi_Sb-2574 Franzi_Sb-2568 Franzi_Sb-2547 Franzi_Sb-2499 Franzi_Sb-2417 Franzi_Sb-2373 Franzi_Sb-2364 Franzi_Sb-2363 Franzi_Sb-2337 Franzi_Sb-2329 Franzi_Sb-2318 Franzi_Sb-2273 Franzi_Sb-2247 Franzi_Sb-2223 Franzi_Sb-2205 Franzi_Sb-2196

Willkommen Masurenglück!

Masurenglück von Davidas aus der Masurenfee von Bonaparte N AA

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Unsere Fee gab erneut die „schnelle Brüterin“… Nach 317 Tagen purzelte am 25.05. um kurz vor halb zwei ihre Tochter Masurenglück ins Stroh. Es war eine komplikationslose Geburt in Idealmanier.

Wie wir es schon von Engel kennen, sind Fees Zitzen wohl nicht so einfach für das Neugeborene und dazu beharrte das Glückskind  bei jeder Hilfestellung darauf, es doch besser zu wissen und es alleine zu können……Dies zog sich bis in die Morgenstunden und hatte etwas Nerv-Charakter. Als es dann allerdings endlich! begriffen war, ging es in Ideal-Manier nach Gießener Vorsorgeschema weiter. Eine ganz vitale kleine Maus, in vielen Punkten an ihre Schwester vom letzten Jahr erinnernd.

Fee ist eine Supermami nun mit Nummer zwei, bei der langwierigen Milchbarsuche ihrer Tochter fehlte nur noch, dass sie einen Handstand versuchte, um es ihr zu erleichtern. War sie bei Engel noch unbeholfen und ein wenig trampelig, ist sie nun ganz vorsichtig und umkreist ihre liegende Tochter auf Zehenspitzen.

Impressionen vom ersten Ausflug: IMG_1501 IMG_1509 IMG_1517 IMG_1543 IMG_1555 IMG_1561 IMG_1573 IMG_1768 IMG_1771 IMG_1773 IMG_1844 IMG_1876 IMG_1933 IMG_1907

Nach langer Zeit ein Lebenszeichen……

Nach fast fünf Monaten gibt es mal wieder ein Lebenszeichen und den Zwischenbericht von Trakehner-SF……. Was gibt es zu erzählen?

Franzi ist angeritten! – Was für ein Streber-Teil!

In einem der Adventstürchen hatten wir ja zum abgucken gemutmaßt und spekuliert „Da Franzi seit frühester Jugend immer beim Reiten zuguckt, sollte wohl auch das dann innerhalb von wenigen Tagen im nächsten Frühjahr gegessen sein, denn wie wir jetzt gelernt haben, übt das Streberlein ja schon heimlich auswendig.“ Es scheint tatsächlich so zu sein…. Longieren ging ab dem zweiten Mal mit Sattel, dann durfte nach drei Malen auch direkt der Reiter Platz nehmen und genau an ihrem dritten Geburtstag, war sie das sechste mal unterm Sattel und lief das erste Mal frei außen rum ohne Longe. Schritt, Trab und Galopp versteht sich. Auf beiden Händen, selbstredend! Alles andere wäre ja langweilig. Sie ist die Ultra-Mega-Streber-Franzi!!! Ein kleines Filmchen ist auch entstanden:

Heute haben wir sie mit Titulus besamt und hoffen sehr, dass es direkt auf Anhieb und trotz des aktuell sehr eisigen Wetters geklappt hat.

 

Mirar_Apr2016-9878Mirar macht mittlerweile einen sehr ordentlichen Job am Sprung unterm Reiter und ein kleiner Parcours mit einigen Sprüngen in Folge funktioniert schon ganz gut. Er will das auch gerne, sein Blick zum Sprung ist immer wach, er ist sehr engagiert. Nun muss er noch lernen, dass man auch manchmal auf den Reiter warten muss 😉

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Karfreitag waren wir außerdem auf dem Freispringcup in Hörstein. Hier bleib er leider etwas unter seinen Möglichkeiten: Ein Steher, weil er sich mit den Peitschenführern uneins war ging zu Lasten der Techniknote. Aber so was kann bei einem jungen Pferd eben passieren und so wurde er letztlich vierter und wir können nach dieser Erfahrung mit Sicherheit berichten, dass er sich in der Fremde vorbildlich verhält, jederzeit gelassen seines Weges geht und auch eine längere Hängerfahrt mit Unterbringung in einem fremden Stall gut verpackt.

Die Mamis gehen in den Endspurt und tragen dicke Bäuchen durch die Gegend. Noch gut sechs Wochen sind es bis zu den errechneten Terminen 12.06. (Fee) und 19.06 (BabyBelle). Nach Fees letztjähriger Geburtsaktion nach 312 Tagen mit Maracanã wird da in diesem Jahr ab dem 300. Tag die Überwachung stehen. So was macht die mit uns nicht noch mal!!

EngelBarbaraApropos Maracanã; Die Kleine hat uns am letzten Wochenende in ihre neue Heimat verlassen. Einmal mehr zeigte sie ein mustergültiges Verhalten als sie die große Rampe in den LKW hoch kletterte. Keine fünf Minuten hat es gedauert, dass die kleine Jährlingsmaus verladen war. Sie beeindruckte selbst den Transporteur! Nach knapp 5 Stunden hatte sie ihre neue Heimat erreicht und wird da nun von ihren neuen Menschen vertüddelt, bis es Anfang Mai auf die Sommerweide geht.

Neues dann wieder demnächst in diesem Kino 😉

Türchen 24 – Frohe Weihnachten!

24Hallo liebe Leser,

ich bin es, Eure BabyBelle – auch in diesem Jahr darf ich wieder das letzte Türchen schreiben. Ich hoffe Ihr hattet Spaß an den letzten 23 Tagen!

Ich habe mich dieses Jahr reiterlich gut weiter entwickelt und bin mit der großen Eimerträgerin sogar schon einen kleinen Parcours gesprungen. – Überhaupt ist die große Eimerträgerin MEIN ganz persönlicher Mensch. Sie hat auch immer Verständnis für meine Befindlichkeits-Störungen. DER Eimerträger ist da kritischer, aber ich glaub ja, dass er bloß eifersüchtig ist. Naja, in jedem Falle war ich ganz gut im Gang, als ich im Juli mal ein bisschen zu laut mit Mattes geflirtet habe… und zack, schon biste schwanger, weil die Streberin aus dem Nachbarstall DAS natürlich nicht auf  die Kette bekommen hat! Aber sonst so erwachsen tun… – Naja, auch gut. Ich bin schließlich gerne Mutter!

Die Eimerträger haben das Jahr im Laufschritt erledigt. Mit uns ganzem Jungvolk und dem Anreiten, den neuen Fohlen und ein bisschen Stallrenovierung  – Langeweile kam hier nie auf. Unser Auslauf ist was schöner gemacht worden. Wir haben ein großes neues Wasserfass auf die Weide bekommen, weil Fee, das Spieltier das kleine immer zum Füße-baden benutzt hat. Und ihre rotzige Tochter natürlich direkt mit. Wir restlichen durften dann betreten in die dreckige Brühe starren. Ne Bremsenfalle wurde auch montiert – Tolles Ding und wirklich nützlich! Jedenfalls hatten die Eimerträger eben mal wieder Urlaub auf dem „Reiterhof“. Aber wer braucht schon Strand und Meer, wenn er uns hat, oder?

Weil Weihnachten Zeit für Geschenke ist, möchte ich Euch heute eine Zitatsammlung schenken. Sachen, die kluge Pferde-Menschen mal gesagt haben und die mir gut gefallen!

Egon von Neindorf: „Wenn dein Pferd einen Fehler macht, so suche die Ursache bei Dir. Und solltest du sie nicht finden, dann suche gründlicher!“

Nuno Oliveira: „Ich glaube, dass es zwei Arten von Reitern gibt, solche, die ihr Pferd recht geschickt wie ein Werkzeug benutzen, und solche die es lieben und die wollen, dass es alle Eleganz zum Vorschein bringt, die es nur haben kann. Die ersten sind nicht weniger Experten als die letzteren. In Dressurprüfungen mögen sie gar überlegen sein, weil sie nie das Risiko eines Fehlers aufgrund eines Nachgebens der Hand oder zugunsten der Légèreté eingehen. Die letzteren sind immer in Gefahr die verkannten Meister dieser Kunst zu sein. Von der großen Masse der Reiter werden sie nicht verstanden, da diese den Unterschied in den eingesetzten Mitteln nicht erkennen. Nur die letzteren genießen jenes echte Vergnügen, ein Pferd unter dem Sattel zu haben, das ohne Zwang mitarbeitet, wie ein Freund. Man muss in der Leichtheit arbeiten. Alles andere ist die Tötung der unschuldigen Kinder.“

Manuel Jorge de Oliveira: „Reiten ist vielmehr Philosophie, die Intensivierung des Lebens, die Verdichtung der Gefühle und vor allem ist es eines: Lernen geduldig zu sein, und dem Pferd zuzuhören.“

Kurt Albrecht: „Ausbildung darf immer nur Verfeinerung und Vervollkommnung der Natur darstellen. Wird diese Natur auch nur im Geringsten vergewaltigt, verliert sie ihren durch nichts zu ersetzenden Stellenwert. Wer einem so stolzen, herrlichen Geschöpf dieser Schöpfung seinen Adel nimmt, degradiert es – und gleichzeitig sich selbst als Mensch. … Je höher die Anforderungen sind, die an ein Pferd bei seiner Ausbildung gestellt werden, desto höher müssen auch die Anforderungen sein, die der Mensch an sich selbst zu stellen hat. Schon allein die Tatsache, von einem völlig anders gearteten Lebewesen verstanden und respektiert zu werden, vermag einem nicht völlig Gefühlsarmen genügender Dank für jede geistige und körperliche Anstrengung sein.“

Alois Podhaisky: „Das Pferd lehrt den Menschen Selbstbeherrschung, Konsequenz und Einfühlung in Denken und Empfinden eines anderen Lebewesens – es fördert also Eigenschaften, die für unseren Lebensweg außerordentlich wichtig sind. Ein wahrer Jünger der Reitkunst wird darüber hinaus durch den Umgang mit seinem Pferd lernen, dass nur die Liebe zum anderen Lebewesen und das gegenseitige Verstehen das Erreichen von Höchstleistungen ermöglichen.“

Gustav Steinbrecht: „Wer wirklich ein Meister der Reitkunst werden will, muss neben vielen anderen guten Gaben auch über die verfügen, dass ihm schon die Bewältigung von Schwierigkeiten an sich Vergnügen macht und seine Stimmung nicht nur nicht getrübt, sondern dadurch sogar noch gehoben wird“.

James Fillis: „Diejenigen Reiter, die sich irgendwelcher Hilfsmittel bedienen, sind nicht imstande, sich dem Pferd verständlich zu machen, weil sie niemals dahin gelangen zu seiner Intelligenz zu sprechen. Wer Hand und Schenkel durch Instrumente ersetzt, lässt an der Stelle von lebendigen – tote Hilfen treten!“

Antoine de Pluvinel: „Wir sollten besorgt sein, das Pferd nicht zu verdrießen und seine natürliche Anmut zu erhalten, sie gleicht dem Blütenduft der Früchte, der niemals wiederkehrt, wenn er einmal verflogen ist.“ 

Und ganz zum Schluss Jean–Claude Dysli „Ein Pferd als Freund, ist ein Geschenk, das man sich selber macht!“

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein Frohes Weihnachtsfest und drücke wie jedes Jahr die Daumen für Euch, dass Ihr genauso tolle Vierbeiner habt, wie wir hier welche sind! Und wenn nicht, dass ihr bald welche findet! Denn denkt immer daran: Man kann ohne Pferde leben, es lohnt aber nicht! Und ohne Trakehner lohnt es noch viel weniger!

Frohe Weihnachten, Eure BabyBelle

weihnachtskarte

Türchen 23 – Besondere Momente des Jahres 2015

23Es gibt schon Momente im Züchterjahr, die einen dazu animieren, ernsthaft die eigene geistige Gesundheit in Frage zustellen. Bei Regen- oder Hagelsturm beispielsweise, wenn man bei Windstärke 12 Futter über den Hof schiebt.

Oder wenn die geliebten Zossen ausgerechnet im Dauerregen beschlossen haben, dass dieser Zaunpfahl nun überflüssig ist und nach eingehendem Benagen der unteren Etage nun schlussendlich umgedrückt werden kann. Und dann steht man da, mit Wekzeug in den klammen Fingern – denn das passiert NIE, NIEMALS!! im Hochsommer –  und während einem langsam das Wasser in den Kragen läuft, träumt von der Südsee und fragt sich: „Warum um alles in der Welt tust Du dir das an??!!“

Und jedes Jahr im Frühjahr, wenn die Fohlen kommen, die Geburt gut vollzogen ist und der kleine Erdenbürger das erste Mal seiner Mami entgegenknöttert, dann ist einer dieser Momente gekommen, die alles das wett machen! Ein Moment, der uns das größte Wunder der Natur, die Geburt eines neuen Lebens, so hautnah miterleben lässt. Ein Moment tiefer Ehrfurcht!

Vergessen sind dann die durchwachten Nächte, auch die Anspannung nach Beginn der Austreibungsphase, ob das Fohlen richtig liegt, die Sorge, ob alles gut und richtig und lebensfähig ist….alles das geht unter in Glücksgefühl, wenn das Fohlen im Stroh liegt, den Kopfhebt und atmet.

Da wir die Geburten engmaschig überwachen ist es für uns eigentlich immer so – fast! Am Dienstag, den 19. Mai war alles anders. Vorweg zu nehmen ist, dass unsere Stuten ca. 3 Wochen vor dem Abfohltermin unter Videoüberwachung stehen. Unsere Boxen haben Gummimatten, aber für das Abfohlen und die Zeit danach, wird eine dicke Stroheinstreu eingebracht, die an den Seitenwänden wannenartig hochgezogen wird, damit das Neugeborene sich nirgendwo verletzen kann, etc. pp.

Aber es gibt diese Schreckmomente : Am 19. Mai – 23 Tage vor!!! dem errechneten Geburtstermin – sorgte unsere Fee für Wirbel:

Mogens füttert immer das „S“ von SF ;-). S läuft also in den Stall, wirft den gewohnten Kontrollblick die Stallgasse runter und denkt sie halluzieniert! Da waren zwei Fuchsfohlenköpfe, wo tags zuvor nur einer war. Hä??!! – Auf den zweiten Blick nur der Kopf vom König. Dritter Blick….Ach Du lieber Gott!!! Da standen zwei! – Am 312. Tag, völlig ohne Vorzeichen hat Fee gefohlt! Die Öhrchen der kleinen Maracanã waren noch nass, die Dame war auf den Beinen und wackelte durch die Box…..

Da hatte die Maidenstute das völlig alleine gemacht… S bekam noch im Nachgang einen Herzinfarkt und rief F auf der Arbeit an, dem es auch kurz die Sprache verschlug! Der Tierärztin wurde auf die Mailbox gesprochen, dass da was etwas unerwartet gelandet wäre.. es würde atmen und stehen und wäre augenscheinlich auch ganz munter, aber man könne ja bei dem Termin nie so richtig wissen…… Als die Tierärztin dann kam, lautete der Kommentar nur „Da siehstes, selbst im Schönbeckschen Hochsicherheitstrakt machen die Damen was und wann sie es wollen!“ ..

IMG_1452O.K, think positiv! Es waren in jedem Falle entspannte Nächte mit ausreichend Schlaf und auch wenn die Box nicht den SF-Geburtsreglementarien entsprach, waren Mutter und Kind wohlauf. Ganz offenbar waren die beiden Ladies der Meinung, sie “hätten fertig” und sie hatten Recht, denn an der kleinen Maracanã war alles drum und dran wie es sein sollte.

Ganz ihrem Namen nach, nämlich weltmeisterlich, entwickelt Maracanã sich und Mama Fee war von Anfang an die Super-Mami. Dennoch hatten die beiden kleine Startschwierigkeiten: Fees Euter kam erst so gegen acht Uhr in Gang, die erste „Milch“ die da raus kam, war irgendwie nicht vertrauenserweckend. War noch so wässrig / orange durchscheinend… Attacke auf das Gefrierfach, Kolostrum raus. Erstmal verabreicht. Dann hat die Kleine sich beim Euter ein bischen doof angestellt. Fee war zwar sehr geduldig, aber eben doch unerfahren und die Zitzen fürs Fohlen nicht ganz so komfortabel wie die von Belle. Aber irgendwann begriff sie es, und soff. LINKS! Und zwar nur LINKS….Das rechte Euter lief über den Vormitag voll, tat dann wohl auch irgendwann weh und Fee zuckte mit dem rechten Hinterbein, sobald das Fohlen von rechts kam. Zudem, litt sie ziemlich wohl noch unter den Nachwehen der Geburt. Wir haben dann rechts abgemolken, die TÄ kam nochmal und gab ein bisschen was zur Entspannung und gegen die Schmerzen. Irgendwann am Nachmittag ging Maracanã auch ans rechte Euter, allerdings nur von LINKS….  Aber Fee begriff das schnell und kippte dann einfach das Becken, alles klappte gut. Wir haben die ersten Tage sehr gut überwacht, vier mal täglich Temperatur und Nabeldesinfektion – das ganze Programm eben!… Maracanã entwickelte sich toll. Heute ist sie der Knaller! 75% Spezialblut und dennoch von genug Masse / Körper, ein tolles Selbstbewusstsein, super Handling, schnurgerade auf den Knochen und ganz, ganz sportlich. Echt ein tolles Fohlen und dazu noch in schokobraun! Was ein i-Tüpfelchen!September-9762

Das sind die bedeutendsten Momente im Züchterjahr, aber es gibt auch andere….. Lustige zum Beispiel, wenn sich Franzi einen abgesägten Ast schnappt, den übers Paddock zieht, sich selber davor verjagt und bockt, aber auf keinen Fall die Beute loslässt.

…. Spannende Momente zum Beispiel, wenn man das erste Mal einen Reiter auf den selbstgezogenen Nachwuchs setzt.

…. Beieindruckende Momente beispielsweise, wenn Fee unterm Reiter an der Longe anfängt zu schwingen und in völliger Ruhe und Gelassenheit zu marschieren, dass man einfach nur noch still sein möchte, um das Bild zu genießen und ein wenig vom großen Viereck zu träumen.

….Fassunglose Momente zum Beispiel, wenn man hört, dass ein Richter kommentiert „Mit deutlichem Abstand und einer Note von 8,3 heute Siegerstute SF Oka-Blümchen aus der Zucht von Simone und Frank Schöenbeck“…

….Stolze Momente beispielsweise, wenn der junge Schmali das erste Mal auf einem fremden Platz springt und zeigt wo der Frosch die Locken hat….

…. Dankbare Momente beispielsweise, weil das junge Pferd, mit dem man gerade begonnen hat zu arbeiten, bei Schreck nur einen Anker sucht und das bist Du!……

.. Und einfach viele Momente, die geprägt sind, von einer Menge Menschen, die genauso verrückt sind wie wir, die sich mit uns freuen, mit uns zittern und helfen wo auch immer sie können. Türchen 23 ist auch dafür da, Euch heute allen mal herzlich „Dankeschön!!“ zu sagen!

Türchen 22 – Von der Bestrebung es besser machen zu wollen…

22Der Adventskalender neigt sich dem Ende und es ist ja mittlerweile schon witzig, dass wir uns über regelmäßige Leser-Kritiken freuen dürfen…. Eine lautete dann „Ja, aber es ist ja nicht nur Gebäude und Abstammung, es ist ja auch der Kopf, der es ausmacht.“ – Richtig, das ist so. Gewinnen tun sie zwischen den Ohren! Der Wille zum Mitmachen, die Bereitschaft, sich anzustrengen auch wenn es unbequem wird, das Vertrauen in den Menschen, dass der schon nix unmögliches will – All das sitzt zwischen den Ohren!

Einen gewissen Rückschluss auf Leistungsbereitschaft lassen erfolgreiche Vorfahren ja schon zu und selbstverständlich haben wir ausschließlich Pferde, die im täglichen Umgang nett sind. Bei aller Liebe zum Hobby, aber auf Psychos, die eine Spezialbehandlung brauchen, hat doch keiner Lust. Es ist unsere Aufgabe als Züchter und auch als Ausbilder den guten Charakter und die gute Einstellung zu pflegen, zu erhalten und zu fördern! Hierbei ist die Stute sicher noch wichtiger als der Hengst, weil die Fohlen von ihr abgucken, aber auch der Vater muss charakterlich einwandfrei sein.

Die Ausbildung muss dann Vertrauen aufbauen, im Idealfalle gelingt es, dieses Vertrauen so zu festigen, dass das Pferd auch in Stress-Situationen kein Bedürfnis nach Flucht verspürt sondern den Menschen als seine „Sicherheitszone“ definiert.

Neben ordentlicher Arbeit und dem ganzen Drum und Dran ist die Ausrüstung auch ein Thema, wenn es um das Wohlfühlen des Pferdes geht. Und auch wenn wir Freunde des Althergebrachten sind und die Pferde-Szene im Ganzen wohl eher konservativ einzustufen ist, so sollte man doch Verbesserungen offen entgegen stehen. So kamen wir auf den neuen Micklem-Zaum von Horseware. Gesehen haben wir ihn auf den Bundeschampionaten, vornehmlich in der Vielseitigkeit, und das Prinzip war sofort erkennbar (wenn man ein bisschen was von Gesichtsnerven, Ohrspeicheldrüse etc. weiß….). Das Micklem ist so geschnitten, dass es die empfindlichen Bereiche des Pferdekopfes auslässt und es für eine optimale Druckverteilung sorgt. Gekauft, ausprobiert, überzeugt! Direkt noch zwei Stück in unterschiedlichen Größen bestellt.

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Es ist wenig Leder am Kopf, ein „Zuschnüren“ ist aufgrund der Konstruktion gar nicht möglich und das ultimativ schlagende Argument für den Jungpferdebereich sind die mitgelieferten Clips (auf Turnier nicht zulässig!), die das Gebiss ganz ruhig halten und einen Teil des Drucks auf den Nasenrücken umleiten. Beim Multi Bridle ist am Nasenriemen ist ein zusätzlicher, dauerhaft befestigter, Ring angebracht, so dass eine Nutzung als Kappzaum möglich ist – Ideal zum Ablongieren! Die Zäumung ist gemäß LPO zugelassen und kann in jeder Klasse und jeder Disziplin verwendet werden, also ab der Führzügelklasse in der Dressur, im Springen und der Vielseitigkeit. Also auch auf Zuchtschauen, denn dort ist nur eine LPO-konforme Zäumung vorgeschrieben. Auch für das Einmustern der jungen Pferde bietet sich der Zaum an, eben aufgrund der oben beschriebenen weichen Druckverteilung auf die Nase – die jungen Pferde verstehen viel leichter, ergo lernen sie auch schneller! Tolle Sache!

Denkste!! – Wat dä Boor nit kennt, dat friss hä nit!

Da werden wir doch tatsächlich angesprochen, besser `ne „normale“ Trense drauf zu tun…. Bitte?! Also jetzt mal wirklich, da werden Mäuler mit schwedischem Reithalfter zugeschnürt, damit das Maul beim Parieren durch den Vorführer nicht so weit aufgemacht werden kann, und das ist in Ordnung?! Und unsere LPO-konforme Trense mit mustergültiger Verschnallung ist a) anormal und man fühlt sich auch noch b) berufen uns das mitzuteilen?! Bilder aus den 70er Jahren zeigen immer die Hannoversche Zäumung. Ob die ersten Züchter mit englisch kombiniertem Reithalfter auch angemoppert wurden?

Uns ist es in jedem Falle egal! Unser Pferd trägt das, was erlaubt ist und womit es sich am wohlsten fühlt. Und neben der Tatsache, dass es sich damit zu Hause ein bisschen nett im Kreis reiten lässt, siegt sie ihre SLP dann nämlich auch mit 8,3!

Türchen 21 – Zuchtplanung! Wer die Wahl hat, hat die Qual oder Mission „Traum-Mann für Franzi finden“

21Drei Stuten sind im nächsten Jahr zur Belegung vorgesehen. Belle Surprise geht erneut zu Icare d’Olympe AA – Was auch sonst?! Passt einfach.

Bei Blümchen hoffen wir, dass die eigentlich schon für dieses Jahr geplante Bedeckung mit Davidas endlich fruchtet.

Bleibt unsere Miss Zauberhaft, Belle Francaise, für welche nächstes Jahr ein passender Hengst gefunden werden muss. Und das ist wirklich schwer!! Denn nein, wir wollen uns unser mühsam erhaltenes Springpedigree nicht vollkommen verseuchen! Der geneigte Leser mag sich also mitnehmen lassen auf unsere Gedanken-Reise und sei gewarnt… es wird heute was länger…

Auch wenn Franzis Vater nicht als DER Springpferdemacher gilt, so ist er doch selbst ein Spitzensportler, der in seinem Heimatland Frankreich als Dressur-, Spring- und Vielseitigkeits-Pferd mehrfach eine überdurchschnittliche Eigenleistung unter Beweis gestellt hat. Icare d’Olympe ist siegreich in der Dressur bis zur Klasse S, war erfolgreich bis *** CIC und **CCI, war fünfter bei der Weltmeisterschaft der Fünfjährigen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d‘ Angers und in war in Springprüfungen bis zur Klasse M erfolgreich. Hohe Zuchtwerte weisen ihn als Top-Vererber für die Vielseitigkeit (ICC 155) und als überdurchschnittlich für Dressur (IDR 119) und Springen (ISO 114) aus.

Und das, was unsere zweijährige Franzi beim Freispringen zeigt, ist wirklich sehr vielversprechend.

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Wir könnten hier nochmal Blut-zu-Blut praktizieren, und eine umgekehrte Anpaarung wie die vornehmen, die in diesem Jahr zu Maracana geführt hat. Statt Icare x Bonaparte N AA hätten wir dann Bonaparte N AA x Icare. Auch wenn Maracana wirklich alle Erwartungen weit übertroffen hat, so ist das aber doch nicht unser primärer Gedanke.

Einer der Kandidaten ist El Greco TSF, Vater des Griechen, einmalig in seiner Eigenleistung mit Erfolgen in Vielseitigkeit und Springen bis Klasse S sowie Dressur der Klasse M, überragend im Interieur und ohne Makel in der Gesundheit. Ein bewährter Vererber von allerbester Qualität mit hoch intressantem Pedigree, denn auch er ist frei von den „modernen“ Blutströmen, lediglich den jahrundertvererber Consul führt er in vierter Generation. El Greco besitzt auf dieser Seite schon eine ausführliche Beschreibung unter den Gewählten Vätern.

Greco im Dienst

Zwei mehr oder minder unbeschriebene Blätter geistern auch durch unsere Gedanken: Titulus und Räuberfürst.

Titulus war  in 2003 der erste gekörte Sohn seines so vielseitigen Vaters Kasparow und verhalf einer lange im Schatten gestanden Stutenfamilie wieder zur Blüte. Die Familie der Trude (O156A Maurischkat Argenquell) ist heute mit den beiden Springspitzen Titulus und Tarison (v. Hirtentanz), dem in Österreich gekörten Trakehner Tassilo W (v. Münchhausen) und dem bei der Canadian Trakehner Horse Society gekörten Tiernan (v. Manrico) immer
noch recht schmal, aber erfolgreich in der Zucht verankert.

Titulus ist im Mutterstamm sehr konsequent auf Springeignung gezogen. Die drei „mütterlichen“ Väter Timber, Caanitz, und Kopernikus haben vor allem selber bzw. mit Nachzucht im Parcours bis Kl. M/S überzeugt.

Titulus war bester Springhengst seiner Körung und wurde in Neumünster an die kanadischer Bieterin Patricia Mallet zugeschlagen, die den Hengst zunächst für die HLP in Deutschland ließ. So kamen immerhin einige Fohlenjahrgänge für den gleichermaßen spring- wie bewegungsstarken Rappen zusammen. Seinen 30 Tage Test absolvierte Titulus dreijährig in Radegast mit einer Dressurnote von 7,63 und einer Springnote von 8,52, was ihm ein Endergebnis von 8,03 einbrachte. Ein Jahr später, als vierjähriger, legte er dann seinen 70 Tage Test in Redefin ab, mit einem Dressurindex von 101,02 (8. Platz), einem Springindex von 111,17 (6. Platz) und einem Gesamtindex von 108,55 Punkten als 6. von 16 Teilnehmern ab. Die FN weist aktuell Zuchtwerte von 100 (Dressur, 81%) und 115 (Springen, 70%) aus, was gemessen an der sehr geringen Nachkommenzahl sicherlich schon bemerkenswert ist. Ähnlich wie schon sein Vater bzw. treu seiner väterlichen Abstammung ist der Hengst als Doppelvererber einzuschätzen. Titulus selber machte schon bei seiner Körung eben nicht nur das phänomenale Springen aus, sondern auch seine sehr dynamischen, von gutem Antritt und Knieaktion gezeichneten Grundgangarten.

Horse_Titulus-_3bigTitulus verließ nach der HLP Deutschland, um zunächst in seiner kanadischen Heimat zu wirken. Hier wurde er auch langsam in den Sport geführt. Einen mehrjährigen Aufenthalt in den USA nutzte die Besitzerin, um den Hengst – immer noch dosiert eingesetzt – bis Kl. S erfolgreich im Springsport herauszubringen.

Derweil sammelten seine Nachkommen in Europa erste Erfolge im Sport. Bis heute sind gerade einmal 8 Nachkommen bei der FN als Sportpferde eingetragen. Darunter befinden sich allerdings echte Hingucker: First Flight Alliance (MV Almox Prints J) arbeitete sich unter Elmar Lesch bis zu einer Finalplatzierung beim Bundeschampionat des Geländepferdes der 5jährigen hoch, ging dann über die Top Eventers Auktion nach Frankreich, und ist aktuell CIC2* erfolgreich. Tiberius (MV Heling) ist sogar CCI3* erfolgreich in der Vielseitigkeit und kann zudem auch Erfolge in Dressur Kl. L und Springen bis Kl. M aufweisen. In den USA gilt der aus einer Vollblutmutter gezogene Sunsprite Syrius als eins der größten Talente im Busch, mit mehrfachen 2* Erfolgen als sechs- und siebenjähriger. Und auch im Springen fallen die wenigen Titulus Nachkommen in Übersee auf. Eins der erfolgreichsten Trakehner Springpferde der letzten Saison ist die Stute Hypnotic (MV Advocate), die unter der Juniorin Tara Suhs als 6jährige mehrfach siegreich in Kl. M war und für den großen Sport aufgebaut wird.

Seit 2015 ist Titulus zurück in Deutschland und zur Saison 2016 in neuem Management  – Seine Station wird in Kürze bekannt gegeben. Mit einem Rutsch hätten wir allerdings bei dieser Anpaarung Kostolany und Sixtus im Pedigree. Dies aber erst in Generationen vier und fünf, weit genug hinten, um das Produkt der Anpaarung auch für die weitere Zucht interessant zu machen, ohne direkt in das Inzuchtproblem zu steuern.

Last but not least: Räuberfürst von Lossow aus der Räuberliebe von Finley M – Stradivari… Gekört in diesem Jahr, vom Zuchtleiter kommentiert mit

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„Ein ganz interessanter spätreifer, noch sehr jugendlich wirkender Hengst mit vornehmer Sympathieaustrahlung, ganz hohem Adel, einer sehr guten Oberlinie und einem herrlich hamonischen Seitenbild. Ein ungemein sympathisches Pferd, er ist immer bei der Sache.

Zudem eine sehr interessante Pedigree-Alternative mit Lossow – Suchard im steigenden Mannesstamm über Kassius und Symbol, was wirklich selten geworden ist in der Trakehnerzucht und mütterlicherseits interessant kombiniert mit Finley M und Stradivari, den beiden Halbblutspezialisten und dann nochmal Habicht.

Das ist mal ein Pedigree was nicht standardmäßig von der Stange ist, sondern was es verdient hat, auch züchterisch zu einer stärkeren Verbreitung zu kommen. Dieser Hengst begeistert einen sofort wenn man ihn sieht – durch seine Erhabenheit und durch sein Auftreten und ist dabei noch längst nicht fertig in der Entwicklung. Dem sollte, das wünschen wir ihm, eine große Zukunft bevorstehen.“

Wir gestehen an dieser Stelle ehrlich, dass wir diesem Kerl schon vor dem Hengstmarkt mit Blick auf einen möglichen Franzi-Partner schon ein dickes Kreuz im Katalog verpasst hatten. Nicht zuletzt auch aufgrund des angloarabischen Blutanschlusses im fallenden Mutterstamm und der Erinnerung an Beau Cadeau, der ausgesprochen gelungene Finley-M-Sohn von Belle aus dem Jahr 2009.

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Dann kam Neumünster und wir sahen einen Youngster mit ausgesprochen sportlichem Exterieur, korrekt und als wirkliches Edelpferd erkennbar. Auf dem Pflaster ging er ab wie die Feuerwehr, mit Abdruck und tollem Motor. Dann baute er von Tag zu Tag mehr ab, blieb im Springen hinter unseren Erwartungen zurück und beim Freilaufen wirkte er einfach nur noch müde. Es war enttäuschend…..Trotzdem haben wir uns noch nicht ganz von ihm verabschiedet, denn zum einen ist seine Abstammung ist schon wirklich vielversprechend und zum Anderen war sein Interieur auch was, was uns wirklich gut in den Kram passt. Das war nämlich einfach toll!!  Und wenn man mal ehrlich ist, dann muss man einem so jungen Hengst eben auch zugestehen, dass es Formtiefs geben kann, dass vielleicht die letzte Kondition in der kurzen Vorbereitungszeit von Ende August bis Oktober doch nicht gereicht hat und dass es sich bei allem Anspruch an das Vatertier einfach noch um Babies handelt!

Mit seiner Station, dem Söderhof, hat es der Fürst aber sicher gut getroffen und dem Vernehmen nach erholt er sich aktuell von den Strapazen des Hengstmarktes mit viel Schlafen und Relaxen. Die Arbeit beginnt wohl erst im neuen Jahr und dann werden wir ihn im Frühjahr nocheinmal gesondert angucken fahren, um die weiter Entwicklung zu begutachten.

Zur Abstammung: Der Vater des Räuberfürst, Lossow, wird im Trakehner-Hengstbuch wie folgt beschrieben:

„Dieser vielleicht letzte Suchard-Sohn besticht durch sein sportliches Auftreten, bei dem vom Fleck weg Ehrgeiz und Antrittstärke erkennbar werden. Bei guter Dreiteilung und imponierender Kruppenformation könnte er in der Hals-Schulter-Partie noch etwas an Großzügigkeit gewinnen. Im Trab und im Galopp verfügt er über eine klare Bergauftendenz mit gewünschter Knieaktion.“

Der in 2001 geborene Lossow wurde im April 2004 in Kerpen durch den Trakehnerverband gekört. Im Rahmen seines Veranlagungstests in 2005 erhielt er Höchstnoten für Interieur und Rittigkeit: Charakter: 10, Temperament: 9, Leistungsbereitschaft: 9, Trab: 8,25, Galopp: 7,38, Schritt: 8,25, Rittigkeit: 8,88, Springanlage: 7,44, Rittigkeit Fremdreiter: 9,25. Noch im selben Jahr qualifizierte er sich unter Jana Freud für das Bundeschampionat des Deutschen Reitpferdes. 2006 platzierte er sich beim 70-Tage-Test in Schlieckau bei 33 Teilnehmern im mittleren Drittel. Er erhielt weitere sportliche Förderung, war siegreich bis zur klasse L, bis eine Verletzung seine Karriere beendete.

Ende 2010 wechselte er nach Bayern, ins Gestüt Sankt Vitus, wo in 2012 seine ersten Nachkommen geboren wurden. Diese konnten seitdem durch die Bank weg überzeugen: Mehr als zwei Drittel seinen Kindern wurde Championatsqualität bezeugt, Oktave aus der Ophira von Titelheld wurde im Rahmen des bayrischen Championats 2013 zum Sieger-Stutfohlen gekürt. Räuberfürsts Vollschweser Räubernacht, die bayrische Stutfohlen-Championesse in 2012, wurde diesjährig bei der ZSTE in Bayern mit 1,72/21,0 und 55 Punkten ( 8,5 – 8,0 – 7,5 / 7,5 – 8,0 – 7,5 / 8,0) eingetragen. Im Springen erhielt sie jeweils eine 8 für Vermögen und Manier.

Räuberfürsts Mutter Räuberliebe brachte zudem den Körkandidaten Räuberschatz v. Laurel (NMS 2009) und das Nachwuchs-Geländepferd Pirate Stan Finley v. Laurel, der beim Bundeschampionat 2013 startete. Großmutter Räuberbraut II lieferte die Prämienstute Räuberburg v. Patmos, den zweimaligen Bayerischen Trakehner Geländepferdechampion, Räubercharme v. Heldenberg, und die Stutfohlen-Championesse von Bayern 2011, Räuberglück v. Legretto. Zu dieser schmalen Familie zählen auch das Nachwuchs-Dressurpferd Rebana und der trakehnisch gezogene, aber bayerisch gebrannte CIC**-Buschcrack Twister.

Lossows Vater Suchard trat leider viel zu früh von der züchterischen Bühne ab. Selbst erfolgreich im Springen bis zur schweren Klasse, war er der erste Trakehner, der im rein springorientierten Stutbuch von Zangersheide aufgenommen wurde. Gleiche Ehre wurde seinem Sohn Balisto a.d. Bernina von Anduc zuteil. Balisto war Prämienhengst seiner Körung, bester Springhengst des Jahrganges und verbuchte im Laufe seiner Karriere Erfolge bis zu schweren internationalen Springprüfungen. Sein Vollbruder Budweiser Classic wurde ebenfalls gekört und kann Erfolge im Springsport bis zur Klasse M aufweisen. Finch Hatton TSF, erfolgreich in internationalen Vielseitigkeitsprüfungen, ist ebenfalls ein Sohn des Suchard.

Lossows Mutter, die 1989 geborene Staatsprämien- und Prämienstute Lossainen von Louidor, gilt als eine der bedeutendsten Stuten der Nachkriegszeit. Sie wurde mit den Noten 9, 8, 8 / 9, 9 ins  Hauptstutbuch eingetragen, legte ihre Stutleistungsprüfung mit der Gesamtnote 7,89 ab und krönte ihre Laufbahn mit dem Sieg der Bundesstutenschau in Neustadt-Dosse 1997. Bereits vor Lossow konnte sie aus der Anpaarung an Suchard einen gekörten Sohn stellen. 2002 in Neumünster erhielt Lessen das positive Prädikat, wurde aber von dort direkt nach Großbrittanien verkauft, wo er in schweren Springprüfungen erfolgreich war.

Mit Räuberfürst käme auch einmal Arogno ins Pedigree, ebenso wie auch Habicht, aber beide eben erst in Generation sechs, so dass auch das im Hinblick auf einen züchterischen Einsatz kein Problem darstellen würde.

Ein herzlicher Dank geht bei diesem Türchen einmal an Maren Engelhardt, die mit Infos / Text und Bild bei Titulus unterstützt hat sowie an Stephan Bischoff, der seine Fotos von Räuberfürst zur Verfügung gestellt hat. Danke Euch beiden!!

Türchen 20 – Frohe Erwartungen Teil II: Belle Pèlerine x Davidas

20Ein paar Türchen zuvor haben wir schon erzählt, wie es zur Holter-die-Polter-Besamung von BabyBelle kam. Auch wenn es so gar nicht unserer Art entspricht im Vorfeld das Pedigree komplett außer Acht zu lassen, so gibt es ja keinen Grund, dies jetzt nicht im Nachgang zu betrachten.

O.k….Schieben wir es gleich vorweg: Es wird das „blutloseste“ Fohlen der letzten Jahre hier auf unserem Hof :-) ….

Das Pedigree ist gezeichnet von schwerem, alten Blut, das seinen Ursprung in der Gurdzene Rappherde hat. BabyBelle selbst ist schon das Ergebnis einer gezielten Linienzucht auf den ehemaligen Hauptvererber und Leistungspferdegarant Pilger und auf zwei der bedeutendsten und besten Rappstuten der Gurdzener Herde: Goldelse und Herbstzeit.

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Im Geburtsjahr von BabyBelle wurde ihr Vater Sarafan 32 Jahre alt. Gesund und fruchtbar war der Grand Seigneur bis in hohe Alter, sportlich sind seine Nachkommen. 14 % seiner im Sport eingetragenen Nachkommen war in Klasse S erfolgreich, über 50% bis zur Klasse M. Tiara III TSF erzielte internationale Erfolge im Juniorenspringsport bis Kl. S, gehörte unter Simon Scherrer dem Schweizer Juniorenkader an. Der größte Erfolg des Paares ist wohl der Sieg im Großen Preis von Müntschemier 2011.

Der Sarafan-Sohn Enjoy Ebony gehörte mit unzähligen Erfolgen in Dressuren der Klassen M und S in den letzten Jahren regelmäßig zu den erfolgreichsten Trakehner Dressurpferden Deutschlands. Der 1998 geborene Sohn der Extra von Fabian läuft auch aktuell im doch fortgeschrittenen Alter von fast 18 Jahren konstant und unermüdlich in die Schleifenränge. Ihn wollten wir hier kurz herausstellen, da Davidas nach einem ähnlichem Muster gezogen ist: Horalas als Vertreter der Pilgerlinie an eine Abdullah-Stute. Abdullah, der Donauwindnachkomme aus der Abiza von Maharadscha. Fabian,stammt ebenfalls von Donauwind jedoch aus der Fawiza von Maharadscha.

Zurück zu BabyBelle: Bereits beim Phänotyp des Griechen ist einer der älteren Semester aus dem illustren Kreis der Verwandten ausgestiegen. Der Grieche ist ein Superathlet, richtig Dampf auf dem Kessel, nur den modernen Trakehner Typ, tja… der ist jetzt nicht ganz so in Vollendung dargestellt 😉

Das Pedigree unseres zukünftigen Fliegers liest sich wie das who-is-who der Trakehner Springpferde: Horalas – Abdullah – Verdenas – Carajan – Etjud – Zauberklang – Topki – Ostrjak….. alles drin!

Rechnerisch stärkstes Element, wenn man es so nennen mag, ist im Pedigree die Elitestute Volga. Sie tritt mit ihren beiden Söhnen Veimaras und Verdenas in Erscheinung. Volga vertritt die mit vielen Sportpferden sehr positiv aufgefallene, allerdings nicht mehr aktive Trakehner Hauptgestütsfamilie der Ann T9 C.

Horse_Etjud-_3bigNächstes starkes Element ist Etjud, zum Einen  als Volgas Vater, aber auch als Vater von Gret. Der Leistungshengst Etjud, der rechnerisch selbst zu 31% aus Pilger „besteht“, der im Habitus stark an seine Hauptgestütsahnen erinnerte und sich international als Springpferd bewiesen hat.

Das Fliegerkind wird megaspannend!!

Wir geben mal nen Tip ab: Groß, schwarz, Mordshals und vermutlich die ultimative Langbeinigkeit vermissen lassend – durchaus begrüßenswert im Sinne von Stabilität und Haltbarkeit. In gut einem halben Jahr sind wir schlauer! Zum Ende heute noch eine kleine Bilderstudie:

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Etjud von Eingard

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Pilger von Luftgott

 

Türchen 19 – Frohe Erwartungen Teil I: Masurenfee x Davidas

19Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Eigentlich hatten wir ja für Fee nur das Erstlinsfohlen geplant und dann sollte sie in den Sport. Davidas der Springsieger seiner Körung in 2014 kreuzte unsere Pläne.

Üver Davidas hatten wir letztes Jahr in Türchen 11 und  Türchen 10 berichtet. Fees Familie, die Familie der Maricka, hatte vor einigen Tagen Betrachtung gefunden.Die Frage ist also „Was erwarten wir uns von einer Anpaarung an Davidas“?

Zunächst ist es so, dass man bei einem Junghengst ja nun auf keinerlei Erfahrungswerte zur Vererbung blicken kann. Vor allem im Bezug auf die spätere Nutzung als Reitpferd. Aber ganz ehrlich? – Das war uns hier egal. Der einzige Augenmerk galt dem Vermögen am Sprung. Dem „Bums“ nach oben und der Art wie er in der Sprungreihe agierte.

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Für den kompletten Rest vertrauen wir in unsere Stute. Wir kennen diese Familie seit fas drei Jahrzehnten. Wir kennen ihre Art, wir können sie „bedienen“ und wir wissen, dass sich alle bislang haben reiten lassen.

Ebenso fest verankert in der Familie ist das Springvermögen. Alle Springen mit Übersicht, mit Mut und mit Vermögen.

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Den ersten gemeinsamen Ahnen finden wir bei Verpaarung von Fee und Davidas erst in den Generationen sechs und sieben. Boris, der stämmige, langlebige Rappe war selbst nicht der Typvollste, aber ungemein sicher in der Weitergabe eines korrekten, starken Fundaments. Selbst väterlicher Halbbruder des Spitzen-Dressurpferdemachers Halali, machte er sich vor allem einen Namen als Lieferant erstklassiger Stuten. Die wohl beste, Donaulied steht hier als Mutter von Donauwind in Generation sechs, Sandra als Mutter von Sarafan in Generation fünf.

Weitern hinten „treffen“ sich dan erst wieder die Originaltrakehner Pilger und Pythagoras. Und das ist wichtig für unseren Plan vom springenden Traki! Schaut man nämlich auf Trakehner im Springsport, ob heute oder gestern, so wird man bei Studium des Pedigrees immer wieder auf einen Namen treffen: Pilger .

Er gilt als DER Springpferdevererber, seine Nachfahren sind bzw. waren vornehmlich in Russland aktiv, Topki und Horalas beispielsweise, um hier nur mal zwei zu nennen, die internationalte Meriten einfuhren. Biotop – jedem unter Dr. Rainer Klimke in Erinnerung – ebenfalls ein Nachfahre des Pilgers.

Hinzu kommt, dass das Pedigree dieses Fohlen auch bei Beleuchtung anderer Aspekte höchst interessant ist! Es ist frei von Sixtus, frei von Kostolany und gar gänzlich frei von Arogno! Eine Rarität also, mit großen sportlichen Perspektiven. Hoffen wir auf eine weiterhin gute Trächtigkeit und eine komplikationslose Geburt unseres / unserer Masurengück.

Türchen 18 – Gemischte Herde = Schlaue Pferde

18Die neue Reiter Revue flatterte in den Briefkasten. Ein Titelthema: „Geschmischte Herde – schlaue Pferde“. Och? Das ist ja interessant! Wir berichteten in 2012 bereits mal darüber, dass wir unsere Pferde in gemischten Gruppen halten und da recyclen ja bekanntlich vom Mitmachen lebt, wärmen wir das Thema heute nochmal auf. 😉

Bei uns werden die Pferde gemischtaltrig zusammen gehalten. Von 0 bis 23 alles geht zusammen raus. Wir machen das, weil wir schon immer der Meinung waren, dass die Vorteile dieser Aufzucht überwiegen. Natürlich ist keines der Pferde hinten beschlagen und ein unsoziales Pferd wird niemals Platz in unserer Herde finden. Die Fohlen kommen erst nach ca. 3 Wochen gemeinsam mit der Mutte wieder dazu und standen vorher zur Betrachtung über den Zaun auf der Nachbarweide. Wenn dann die Zusammenführung vollzogen wurde, tritt KEIN Herdenmitglied einfach ohne Erlaubnis an die neuen Fohlen heran, die Vorstellung ist etwas, was aktiv von der Stute ausgeht. Sie ist es, die ihr Fohlen zum Rest führt und meist ist es Mattes, dem als erstes die Ehre zu Teil wird, den neuen Erdenbürger begrüßen zu dürfen. Und es ist auch Mattes, der darauf achtet, dass sich der Rest der Truppe ordentlich benimmt und achtsam und höflich bleibt.

All das geschieht ohne Streit und Zank – eine souveräne Hierarchie sorgt für friedliches Miteinander. Und in diesem Frieden wachsen junge Pferde heran, die nicht nur ihre geduldigen Mütter kennenlernen, sondern auch erwachsene Pferde, die ihnen freundlich aber bestimmt ihre Grenzen aufzeigen. Die Stuten sind entspannt ob der Tatsache, dass sie wissen, dass da auch noch andere sind, die sich um das Wohl und Wehe der kleinen Herde kümmern. Wann immer eine „gefährliche“ Situation auftritt, so kann man beobachten, wie alle erwachsenen Pferde einen schützenden Kreis um den Kindergarten bilden. Sozial verträgliche Pferde, die bereits Maßhalten und Respekt im Umgang mit ihren Artgenossen erlernt haben sind das Ergebnis dieser Haltungsform – eine nicht zu unterschätzende Tatsache, wenn diese Pferde irgendwann einmal in die Arbeit einsteigen müssen.

Streicheleinheiten für jung und alt :-) / BabyBelle und Morgenstern lassen sich von Frank verwöhnen

Über genau diesen Effekt berichtet Reiter Revue in ihrem Artikel „Das Mehr-Generationen-Haus“ aus dem wir hier ein paar Passagen zitieren wollen.

„Gemeinhin werden Fohlen im alter von sechs Monatne abgesetzt. Dann kommen die Fohlen meistens in Fohlenherden, wo sie sich bis zum dritten Lebensjahr im Sozialverband entwickeln, bevor der Enst des Lebens als Reitpferd beginnt. Diese Sozialverbande sind allerdings keine natürlichen. Es würden quasi Waisenhäuser gebildet, sagt Züchter Kurt Fuchs der im französischen Les Dannes Sportpferde auf rund 400 Hektar in Freiheit hält. „Es bilden sich Hierarchien heraus, die ungesund sind. Der Anführer ist nicht zu bändigen, der Rangniedrigere wird verhungern, wenn die Nahrung knapp wird. Mit Kompetenz hat diese Führung nichts zu tun, denn keiner von denen ist kompetent.“

Der Artikel berichtet weiterhin über die positiven Auswirkungen der gemischen Herden. Die Pferde seinen neugieriger und das dem Menschen zugetane Wesen würde immer wieder positiv von Besuchern / Käufern hervorgehoben. Alte Stuten als Gouvernanten in Stutenherden oder alte Onkel bei den Hengsten bringen Ruhe und Souveränität. Es herrsche mehr Ruhe in der Herde, denn ein Aufteilen der Aufgaben ermöglicht dem einzelnen Pferd, seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen zu können, ohne rund um die Uhr auf der Hut zu sein. Weiter, dass die Pferde sich sicher fühlen, wenn sie Kontakt mit ihren Artgenossen haben und dass dieses Bedürfnis nach Sozialkontakt und ein Leben in Gemeinsamkeit angeboren ist.

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Morgenstern mit Kindergarten

„90 % aller Kompetenzen erwerben Pferde in den ersten vier Jahren in der Herde, die 10% die der Mensch zum Reiten zusätzlich benötigt, sind umso leichter anzutrainieren, je sozialkompetenter ein Pferd ist.“

Das zugewandte und freundliche Wesen können wir bei all unseren Pferden beobachten. Unlängst hatten wir Besuch auf unserem Hof. Nach der Stalltour wurden wir dann gefragt „Ja sagt mal! Sind die hier denn alle so?! Das gibt es ja gar nicht, die wollen ja am liebsten auf den Arm!“- „Ja, ist doch normal?!“ – “ Ne, also so ausgeprägt wäre das schon außergewöhnlich.“ – „Ach?“ …..

Junge Pferde Pferde lernen das Meiste durch Abgucken und Kopieren. Haben die Mütter und andere Herdenmitglieder eine positive Einstellung gegenüber dem Menschen, so adaptieren sie diese ebenso wie den vorgebrachten Respekt und die Aufmerksamkeit. Ebenso wie sie auch andere Verhaltenweisen ihrer Mütter, Tanten und Onkel kopieren.

Da Franzi seit frühester Jugend immer beim Reiten zuguckt, sollte wohl auch das dann innerhalb von wenigen Tagen im nächsten Frühjahr gegessen sein, denn wie wir jetzt gelernt haben, übt das Streberlein ja schon heimlich auswendig. 😉

Türchen 17 – Familienrepräsentantinnen O66A

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Im dritten und letzten Teil geht es um die Familie unserer Masurenfee, Familie der Maricka O66A.  Mutterstamm unseres allerbesten Mattes und des allerallerbesten Morgenstern!Unsere Herzfamilie! – Nicht aufgrund irgend-welcher Meriten oder Prämientiteln oder was auch immer.  Das hat uns alles gar nicht interessiert, als wir damals unbedingt und zwingend eine Stute dieser Familie haben wollten. Es war die Einheitlichkeit ihrer Protagonisten in Charakter, Leistungsbereitschaft und Sportlichkeit!

Stammstute dieser heutigen Westfamilie war die 1938 geborene Marietta von Meerteufel. Eine Stute ostpreußischer Abstammung, 66. in der Reihenfolge ihres Jahrganges = O66A. Im Züchterhaus Blumreiter in Stobern / Ostpreußen wurde 1943 ihre erste Tochter und spätere Linienbegründerin Maricka geboren. O66A.

Auch Maricka erreichte in einem Treck den Westen, kam in Schleswig-Holstein an. Anfang der 1950er, im Zuge der Mechanisierung der Landwirtschaft stellten rheinische Züchter nach jahrzehntelanger Ausrichtung auf die Kaltblutzucht auf die Warmblutzucht um. Hierbei sollten Trakehner behilflich sein und so haben Züchter um Carl Bolten/ Zülpich-Enzen eine Reise in den Norden von Deutschland angetreten und durch Beratung von Dr. Schilke einige sehr gute Stuten ins Rheinland bringen können.

So fand Maricka eine Heimat im Züchterhaus Heinschke in Setterich, Nähe Aachen. Aus den Anpaarung an den bei Bolten stationierten Intermezzo fielen zwei Stutfohlen: Monika in 1952 und Monrey in 1954. Monrey wurde mit 158 cm / 1,2,2/2,2 für das Züchterhaus Kurt Schmitz / Burg Dreiborn eingetragen und brachte in zehn Zuchtjahren fünf Fohlen, von denen allerdings keines den Weg in den Sport oder die Zucht fand.

Monika war eine 161 cm große braune Stute, die mit 2,3,3/3,2 eingetragen wurde. Eingesetzt wurde sie zunächst im Heimatstall, wechselte dann aber noch zweimal den Besitz. In 19 Zuchtjahren brachte sie 10 Fohlen, darunter den gekörten Hessel von Hessenstein, der in der niederländischen Zucht eingesetzt wurde und dort einige sehr gute Zucht und Sportpferde hinterließ. Im Stamm seiner Tochter Ulissa finden sich neben einiger bis zu hohen Klassen in M und S erfolgreichen Pferden auch die Vererber Falco und Cocktail – letzterer selber bis Grand Prix siegreich und Vater des Starhengstes Jazz.  Fünf der sechs Monika-Töchter wurden in die Zucht genommen. Es waren Mondfahrt v. Kobalt (1957), Maya III von Reinald xx (1959), Monaco von Sterndeuter (1963), Mondäne von Helianthus (1968) und Maike (1969), ein Zwillingsfohlen von Donauwind.

Maike entwickelte sich sehr gut, erreichte ein Stockmaß von 1,56 m und wurde aufgrund ihrer züchterischen Leistungen zur Elitestute ernannt. Die Braune brachte bis zu ihrem Tod im Alter von 21 Jahren in 17 Zuchtjahren auch 17 Fohlen. Sie brachte die Stute Maiblume III v. Tannenberg, die Mutter des M-Dressurpferdes Mandant v. Vincent wurde, die Elitestute Marcia II, den in die USA gegangenen ZfdP-gekörten Morgenstrahl v. Tannenberg sowie eine ganze Hand voll erfolgreichen Sportlern in Dressur und Vielseitigkeit bis Klasse L.  Miss Goleightly von Sixtus, eine Enkelin der Maike, war siegreich in Dressur bis Klasse M und brachte im Jahr 2010 mit Montgommery 88  von Sky Dancer Dressurnachwuchspferd, der sich schon dieses Jahr in L-Dressuren bewähren und platzieren konnte. Eine Urenkelin der Maike, Mandjana von Friedensfürst sowie Ihr 1997 in NMS gekörter und prämierter Halbbruder Mataro  von Sir Shostakovich xx waren erfolgreich bis zur Klasse M. Mataro verschwand leider direkt nach der Körung ins Ausland.

Marcia II wurde im Hause Deerberg zweifache Hengstmutter (Märchenprinz von Ecuador xx und Manrico von Gipsy King) und Mutter des S-Fahrpferdes Manjana 42 von Jolly Jinks xx. Sie war dreijährig eingetragen mit 1.66/20.3 und der Bewertung 9,8,7/8,8. In zehn Zuchtjahren brachte die Stute 10 Fohlen, davon jedoch nur drei Stuten. Nur eine Tochter wurde für die Zucht registriert, Marianne von Bream xx und damit endet dieser Zweig.

Maya III v. Reinald xx wurde Mutter der beiden hessischen Landbeschäler Mandant v. Thor  und Mustafa v. Harfner sowie des M-Dressurpferdes Mon Amour v. Herbststurm. Ihre Tochter Mariza II v. Herbststurm wurde Mutter des M-Dressurpferdes Masurenklang v. Istanbul und des Beschälers Marius v. Insterruf, dessen bekanntester Nachkomme Karin Lührs Grand-Prix-Dressurpferd Conte Conyaro war. M-Dressurpfed Malinca von Hohenstein aus der Mary T Poppins von Mohammed war letzte Vertreterin dieser Linie im Sport in 2014.

Mondfahrts Töchter Mondschein und Monrovia v. Pelion, Monte Christi v. Irian und Mondlicht v. Primo waren hochdekorierte Ausstellungsstuten. Die älteste Mondfahrt-Tochter Maritta v. Pelion hinterließ der Zucht zwei Töchter, von denen Moni v. Reichsfürst mit vier Turnierpferden und vier zuchtaktiven Töchtern den Stamm auf eine breitere Basis stellte. Erfolgreichster Sohn der Moni war Mondego 6 von Schwarzdorn der gut 2Tsd Euro in Springprüfungen verdiente. Monis beste Tochter dürfte, vor allem unter Sportgesichtspunkten, die 1976 geborene Melodie XI v. Sternglanz sein.

Melodie

Melodie XI  brachte in 16 Zuchtjahren 13 Nachkommen – jeweils aus Anpaarung an den Carajan-Enkel Sarafan.

Im Mai 1991 wurde Mondsichel, die spätere Trakehner-Springchampionesse geboren. – Siege bis Klasse M zieren ihr Erfolgskonto. Mit Morgenstern (1992), Maskerade (1993) folgten weitere bis zur Klasse M siegreiche Parcours-Akrobaten. Moonlight (1994) erzielte Erfolge bis zur Klasse S. Der in 1997 geborene Merlin sollte der nächste Trakehner-Springchampion aus dieser Anpaarung werden und auch er lief dann erfolgreich bis zur Klasse S.

Maskerade schlug den zweiten Bildungsweg ein und war erfolgreich in Dressuren bis zur Klasse L. Auf dem Weg nach M in 2007 verletzte sie sich jedoch schwer an der Sehne, 2008 war dies gut ausgeheilt und ihre Besitzerin ließ sie in 2009 vom Siegerhengst Kentucky besamen. Wunschgemäß lieferte ihre „Maske“ das braune Hengstfohlen.

Mirage und Maravedi im Sommer 2009

Die beiden Melodietöchter Mirage (1996) und Merina (1998) wurden und werden nach wie vor werden als Jagdpferde eingesetzt. Melbourne (1999) war in Springpferdeprüfungen erfolgreich und wurde dann in die USA abgegeben.

Mirage wurde von uns für drei Jahre gepachtet und in 2008 erstmals als Zuchtstute registriert und belegt. Sie brachte uns in drei Zuchtjahren drei Fohlen. Maravedi in 2009,  Masurenfee in 2011 und Mirar in 2012. Masurenfees Lebenslauf ist hier auf dieser HP dokumentiert. 2014 Prämienstute und beste Halbblutstute der ZSTE in Westfahlen, 2015 mit ihrer Erstlingstochter Maracana ein blutiges Spitzenfohlen vom Icare d‘ Olympe AA. Für Juni 2016 tragend vom Prämienhengst und Springsieger seiner Körung Davidas.

Masurenfee 3 Wochen

Masurenfee im Alter von drei Wochen

Über 8000,00 Euro verdienten die sieben Nachkommen der Melodie XI unter Amateuren im Sport, 90 % davon im Springen. Bei bloßem Durchblättern der Sportpferdelisten eine beeindruckende Summe.

Generell brachte dieser Zweig der Stutenlinie über die Mondfahrt eine erkleckliche Anzahl von Sportpferden für die höheren Klassen, so unter anderem die Herbstglanzsöhne Marabou 3 (Dr. M) und Micado 28  (Spr. M), den Maat-Sohn Mars 26 (Spr. M), Master Two von Mark (Spr. M), Marcellus 13 v. Hartenstein (Dr.M) sowie Mon Petit v. Primo (Dr. S).

Wir kommen zurück zur obenstehenden Entscheidungsgrundlage für diese Familie: Es war die Einheitlichkeit ihrer Protagonisten in Charakter, Leistungsbereitschaft und Sportlichkeit!  Scheinbar zieht sich dies schon über Generationen. Da wären dann Herz und Kopf doch gar nicht so weit auseinander gewesen, hätte letzterer entscheiden sollen 😉

Türchen 16 – Familienrepräsentantinnen O69 A

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Der zweite Teil der Familienrepräsentantinnen beschäftigt sich mit der Familie der Oka O69A, aktiv bei uns von Oka-Blümchen vertreten.

Wie auch bei Belle liegen die Wurzeln dieser Stutenfamilie im Privatgestüt der Fürsten zu Dohna und zwar in deren vorzüglichem Rappgestüt Prökelwitz.  Das Gestütsbuch der Familie ist im Übrigen noch gut 100 Jahre älter ist als das des Hauptgestüts in Trakehnen! Im Schlossarchiv von Schlobitten wurde ein Gestütsbuch aus den Jahren 1623 bis 1631 gehütet dass von Alexander zu Dohna niedergeschrieben wurde. Weiterlesen

Türchen 15 – Familienrepräsentantinnen O18B3

15Unlängst wurde im TRAKEHNER über die Stutenstämme berichtet, dies inspirierte uns, auch noch mal einen Blick in unseren Stall zu werfen. Drei Stutenfamilien sind in unserem Stall beheimatet:

Die Familie der Bellevue O18B3, vertreten durch Belle Surprise II und Belle Pèlerine. In 2016 wird Belle Francaise die Riege verstärken.

Die Familie der Oka O69A, vertreten durch Oksana, die nicht mehr in den aktiven Zuchteinsatz zurückkehren wird und ihre Tochter Oka-Blümchen, die 2016 gedeckt werden soll.

Last but not least die Familie der Maricka O66A, vertreten durch Masurenfee. Ihre Mutter Mirage war ja als Pachtstute bei uns und brachte uns in drei Zuchtjahren drei Fohlen, eine davon eben diese Masurenfee. Weiterlesen

Türchen 14 – Aus gegebenem Anlass! Ein offener Brief an die FN

14Am Nachmittag des 10. Dezember veröffentlichte die FN auf Ihrer Homepage (www.pferd-aktuell.de) folgenden Text:

Championatsnominierung: FN-Präsidium macht Umsetzung der Richtlinien zur Bedingung.

Warendorf (fn-press). Das Präsidium der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat sich in seiner Sitzung vom 9. Dezember noch einmal mit den Ereignissen bei den Dressur-Europameisterschaften in Aachen beschäftigt. Als Ergebnis hat das Präsidium folgende Empfehlung für den Vorstand des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) formuliert: „Bei der Nominierung der Kader für Championate zählt neben der Erfolgsperspektive vor allem auch die konsequente Umsetzung der Richtlinien für Reiten, Fahren und Voltigieren. Die FN lehnt jede Trainingsmethode ab, die ihren Richtlinien widerspricht. Dies gilt ausdrücklich für aggressives Reiten und Methoden, die zu Zwangshaltungen des Pferdes führen.“

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Türchen 13 – Manchmal hat man einfach Pech! Wie aus dem König ein Bettler wurde….

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Am 11. Mai diesen Jahres fohlte unsere Belle nach 337 Tagen Trächtigkeit erneut ein Hengstfohlen vom Angloaraber Icare d’Olympe.

Getauft haben wir den jungen Mann auf den Namen BEL RE, italienisch für „Schöner König“. Wie auch seine Vollgeschwister Belle Francaise (2013) und Bel Francesco (2014) ware er ausgesprochen gelungen, er war – von heute aus rückblickend betrachtet – das beste Fohlen, dass Belle je bei uns hatte. Sehr edel, toll konstruiert, Traum-Oberlinie, top Fundament und bewegungstechnisch besser als seine beiden Vollgeschwister! Weiterlesen

Türchen 12 – Exkurs zur H.Dv.12 und ihre praktische Anwendung: Das Springen

12Tja, das Springen….. Unserer Meinung nach lässt sich das ganz simpel formulieren: Sie können es oder sie können es nicht!

Ziel der Ausbildung ist also nicht, dem Pferd das Springen beizubringen, sondern Ziel der Ausbildung ist es, ihm Sicherheit zu geben, ihm zu helfen seinen Körper optimal einzusetzen, Freude an der Aufgabe zu schaffen und die allgemeine Athletik zu fördern.

Gott sei Dank sind wir hier von den Balkenspaltgeräten, deren Unvermögen am Sprung oft nur ein deutliches Anzeichen von Unvermögen den ganzen Körper betreffend ist, verschont. Weiterlesen

Türchen 11 – Exkurs zur H.Dv.12 und ihre praktische Anwendung Teil c)

11Das zweite Ziel wurde erreicht, die jungen Pferde laufen zufrieden und im Takt, mit pendelndem Schweif und – im Falle vom Blümchen – mit wippenden Öhrchen. Tiefenentspannung. Alles geschieht auf großen Linien, immer außen rum, die ein oder andere Diagonale wird in die Arbeit mit eingebaut, gleichmäßige Bewegung auf beiden Händen. Die Schrittpausen erfolgen am hingegebenem Zügel. Nun versuchen wir den dritten Teil umzusetzen. Weiterlesen

Türchen 10 – Exkurs zur H.Dv.12 und ihre praktische Anwendung Teil b)

10Nachdem wir es im gestrigen Türchen geschafft haben aufzusitzen und die Pferde an das Reitergewicht zu gewöhnen, Vertrauen zu bilden und die Freude an der Mitarbeit zu fördern, kann nun der nächste Teil der Ausbildung beginnen. Die von uns gelegte Basis ist ab jetzt sicheres Fundament für die weitere Arbeit. Sollte dieses Fundament – warum auch immer – erschüttert werden, so muss konsequent zunächst daran ausgebessert werden, bevor es weiter geht.  Aber im Idealfalle geht es nun konstant voran. Es folgt Teil b) der H.Dv 12 – Takt und Losgelassenheit. Weiterlesen

Türchen 9 – Exkurs zur H.Dv.12 und ihre praktische Anwendung Teil a)

9In den letzten Tagen haben wir über unsere jungen Pferde und über ihr Anreiten berichtet. Unsere Ergebnisse dürfen wir – sicher mit etwas Stolz – als gar nicht so schlecht bezeichnen. Und ja, natürlich sind wir weit, weit entfernt von einer Qualität und Genialität einer Ingrid Klimke beispielsweise, die uns immer und überall ein überragendes Vorbild ist. Aber jeder macht seins eben so gut wie er kann und mit den passenden Leitlinien versehen, kann es wohl auch ordentlich klappen. Weiterlesen

Türchen 8 – „Every cloud has a silver lining“ – Oder: Die Katastrophe die zum Win-Win wurde

8Nach dem gestrigen Türchen wollen wir nun ein paar Tage in das Thema Pferde-Ausbildung starten. Zu Einleitung sei zunächst eine Geschichte erzählt. Das englische Sprichwort „Every cloud has a silver lining“ kann man wohl am besten mit „In allem Schlechten liegt das Gute im Ansatz schon verborgen.“ übersetzen. Hier kommt unser Beweis.

Es war ein Sonntagabend im Oktober 2014: Morgenstern, der Grieche und zwei weitere Junghengste standen noch auf der Tag- und Nacht-Weide, als ein Anruf erfolgte: „Milch-LKW… Zaun kaputt, ….Pferde weg, … B56…“ – Das sind Momente, die man niemals erleben möchte. Horrorszenarien machten sich postwendend im Hirn breit – Pferde in Windschutzscheiben, schreckliche Unfälle mit tödlichen Folgen für Mensch und Tier. Ein Albtraum! Weiterlesen

Türchen 7 – Mirar: Der, der bei uns die Träume webt!

7Mirar erhielt seinen Namen von einem der Hauptdarsteller aus Trudy Canavans Fantasy Reihe „Zeitalter der Fünf“. Mirar ist in diesem Roman ein ruhiger, zurückgezogen lebender Traumweber – souverän in dem was er tunt, aber nicht vergleichbar mit dem Glanz der strahlenden „Weißen“ – der erst im Verlauf der Geschichte enorme Bedeutung erlangt und dann, salopp gesprochen, die Welt rettet. Weiterlesen

Türchen 6 – Frohen Nikolaus wünschen die Zwillinge

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Noch gut vier Wochen und das neue Jahr beginnt. Mit dem 01.01. zählen automatisch alle Pferde ein Jahr mehr – auch unser kleines Wunder, die Zwillinge sind dann schon zwei Jahre alt.

Sie haben sich ganz toll entwickelt, gut gewachsen sind sie und Omari wohnt seit Mai auch in der Jungens-WG, Tag und Nacht draußen auf der Wiese, bzw. nun auf der mit Unterstand versehenen Winterweide. Ein selbstbewusster kleiner Kerl ist er. Mangelnde Größe macht er durch einen überzeugenden Auftritt weg. Ganz ohne falsche Vorsicht oder Bescheidenheit springt er dem riesigen, dreifach so schweren Griechen mit weit aufgerissenem Maul an den Hals und fordert ihn zu Hengst-Kämpfchen heraus. Er hat sich toll gemausert und wird wohl in das von den Besitzern angestrebte Wunschformat von ~155 rein wachsen. Weiterlesen

Türchen 5 – Bezaubernde Belle Française

5An jedem Pferd ist etwas Schönes zu finden. Jedes Pferd hat mindestens ein Attribut, welches es für seinen Menschen besonders macht, andere aber wiederum gar nicht ansprechen kann.

Und dann gibt es die, die einfach jeden verzaubern. Pferde, die durch ihre Ausstrahlung, ihren Auftritt, ihre ganz besondere Art jedem sofort ins Auge springen. Pferde, die selbst Nicht-Pferde-Menschen in ihren Bann ziehen können. Zauberpferde. Unsere Franzi ist ein solches Zauberpferd. Weiterlesen

Türchen 4 – Zuchtplanung von langer Hand und immer durchdacht.. eigentlich….

4Der treue Besucher unserer Homepage weiß es, für 2015 waren drei Bedeckungen mit Davidas geplant:

  1. Masurenfe
  2. Terra Incognita
  3. Oka-Blümchen

Vor jeder Bedeckung erfolgen bei uns ausgiebige Pedigree-Studien: Gab es bereits ähnliche Blutkombis, die gut passten? Weiterlesen

Türchen 3 – Stress lass nach oder Projekt „Staatsprämienstute SF Masurenfee“

3So manches Mal fragt der Züchter sich, warum er sich eigentlich dem Vollstress hingibt….. Dem interessierten Leser unserer Homepage war der Verlauf bei Fee im letzten Jahr bekannt. Zunächst beste Halbblutstute auf der ZSTE  Westfalen, dann tragend geworden am 12. Juli 2014, Staatsprämienvergabe im August und geplant war die SLP für Ende September. Die Betonung liegt auf WAR. Denn neben der Staatsprämie  brachte Fee aus Wickrath auch einen Atemwegsinfekt mit, ergoTraining nicht möglich – wir schrieben die SLP für 2014 ab. Kein Problem, so dachten wir, da ist ja in 2015 genug Zeit……

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt…. Weiterlesen

Türchen 2 – Der Jahresbericht zum Streberblümchen

2Im letztjährigen Adventskalender schrieben wir über unser Mauerblümchen, dass sich quasi ganz heimlich still und leise – ohne dass wir großartig Notiz davon nehmen konnten – von der hölzernen Püppi zum bewegungstechnisch doch sehr ansprechenden Jungpferd mauserte. Wir berichteten auch über das geplante Springpferd, das sich doch zu wenig auf die Stangen konzentrierte und bei jedem Freispringen das Programm des affektierten Äffchens bevorzugte. Weiterlesen